Mario Iltisberger

„Arbeitskreis Robotik“: Auftaktveranstaltung am 25. Februar 2019 in der Friedrich-Dessauer-Schule, Limburg

Mit einer neuen Veranstaltungsreihe in 2019 zum Oberthema „Digitalisierung“ will Region Aktiv e.V. die praxisorientiertere Vernetzung der Region zielgerichtet unterstützen. Die Auftaktveranstaltung fand am 25.Februar 2019 in der Friedrich-Dessauer-Schule, Limburg, statt. Begleitend hierzu hat Region Aktiv e.V. einen Arbeitskreis „Robotik“ initiiert und zählt darauf, dass sich möglichst viele Unternehmen und Institutionen aktiv daran beteiligen.

Bei der Auftaktveranstaltung wurden die Aspekte „Industrie 4.0 bzw. Arbeit 4.0“ sowie „Einsatz kollaborierender Roboter“ sehr differenziert von vier hochkarätigen Referenten beleuchtet:

  1. Stefan Laux, Schulleitung der Friedrich-Dessauer-Schule, vertrat in seinem Referat „„Industrie 4.0 braucht (Aus-) Bildung 4.0“ den Aspekt „Ausbildung“.

Die Digitalisierung hat nicht nur Auswirkungen auf die Arbeitsplätze der Zukunft, sondern auch auf die Ausbildung. Diese wird künftig viel stärker als bisher praxisorientiert ausgerichtet sein und die Auszubildenden müssen sich stärker als bisher auf neue Anforderungen und ein „Lebenslanges Lernen“ einstellen.

Die Friedrich-Dessauer-Schule sieht sich als Partner der Region, setzt Schwerpunkte in Sachen „Digitalisierung“ und „Elektromobilität“ und liefert durch ihre engagierten, innovativen und sehr zukunftsorientierten Ausbildungsmodule einen wichtige Beitrag  zur Behebung des Fachkräftemangels.

  • 2. Anna Allinger, (Head of Business Development, Voith Robotics GmbH), fragte in ihrem Vortrag  „Was sind die Aufgaben eines kollaborierenden Roboters?“

Wenn Unternehmen Roboter einsetzen (wollen), unterstützt sie die Voith Robotics GmbH als professioneller Dienstleister dabei, wobei ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt wird: von individueller Beratung über gründliche Analysen und der Erstellung eines individuellen Konzeptes bis hin zur Unterstützung bei der Realisierung.

  • 3. Tobias Meudt , Dipl.-Wirtsch.-Ing., Technische Universität Darmstadt Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW), zeigte auf, wie „Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Darmstadt bei der Einführung neuer Technologien unterstützen kann.“

Das KZD versteht sich als Digitalisierungshelfer für Unternehmen und Handwerksbetriebe und unterstützt bei dem Ansatz „Effizienter durch Digitalisierung“, wenn Unternehmen z. B. neue digitale Module implementieren wollen.  Die Angebote und Services des Kompetenzzentrums (für Unternehmen kostenlos) sind vielfältig und reichen von Beratungsleistungen über Workshops bis hin zu konkreten Qualifizierungsmaßnahmen der Mitarbeiter.

  • 4. Mit einem Blick auf die Thematik aus der Sicht eines Sozialwissenschaftlers rundete Dr. Nick Kratzer, ISF München, die Veranstaltung ab.

In seinem Vortrag „Arbeit 4.0, Wie verändert sich die Arbeitswelt berichtete er über Erfahrungswerte beim Einsatz von kollaborierenden Roboter sowie über Erwartungen, Bedenken und Vorbehalte der Beteiligten. Letztlich zog er ein positives Fazit: Der Einsatz von Robotern kann bei dafür geeigneten Arbeitsprozessen und entsprechenden Stückzahlen eine sehr gute Option sein, wenn die Mitarbeiter dabei frühzeitig und umfassend eingebunden werden.

Text und Bild: Kerstin Goertz